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Warum müssen Männer dauernd glotzen und was denken sie sich dabei?

Wieso starren Männer? Was bedeutet es? Wie oft und warum machen sie es? Was denken sie wirklich? Klare Antworten auf die Frage vieler Frauen ganz einfach dargestellt.

Wieso starren Männer? Was bedeutet es? Wie oft und warum machen sie es? Was denken sie wirklich? Klare Antworten auf die Frage vieler Frauen ganz einfach dargestellt.

Warum müssen Männer dauernd glotzen und was denken sie sich dabei?


Warum müssen Männer dauernd glotzen und was denken sie sich dabei?
Eine Frage, die sich viele Frauen stellen und die immer wieder in der Psychologischen Beratung kommt: „Warum glotzt er anderen Frauen hinterher?“ Nichts und niemand scheint ihn daran hindern zu können, weder der Beruf, noch Stress oder gar die eigene Partnerin. Selbst mit ihr an der Hand muss er glotzen. Was bedeutet es wirklich und womit hängt es zusammen? Sind das schon Beziehungsprobleme? Unzählige Generationen von Frauen sind davon betroffen. Zudem gelobt er, sich zu bessern, was aber oftmals nichts nutzt. Wieso ist das so? Was denken Männer und was ist wirklich dahinter? Es wird Zeit für die ganze Wahrheit.

Wie oft starrt er Frauen an?

Das ist leicht erklärt: Im Schnitt glotzt er 43 Minuten pro Tag, welche er auf circa zehn weibliche Objekte der Begierde verteilt. Männer zwischen 18 und 50 Jahren erklärten dies bei einer Umfrage des britischen Brillenglasherstellers "Kodak Lens Vision“, von der die Zeitschrift „Glamour“ berichtet. Anders gesagt bedeutet das: Sie verbringen fast ein Jahr ihres Leben mit glotzen!

Es liegt am Testosteron

Die Psychologen Pranjal Mehta (Columbia Universität in New York) und Dr. Louann Brizendine (Universität von Kalifornien) sagen: "Das Hormon Testosteron steuert nicht nur seine Aggressionen, sondern auch die Libido des Mannes. Und es fließt sechsmal so viel durch männliche Venen wie durch weibliche."  Dr. Brizdine weiter "Testosteron beeinflusst das Impuls-Zentrum des männlichen Gehirns. Es wird vermutet, dass der Mann dadurch wie auf Autopilot geschaltet den Frauen mit seinen Blicken folgen muss. In der Regel hat der Mann die Frau sofort vergessen, sobald sie aus seinem Sichtfeld verschwunden ist." Also ist er gar nicht schuld und kann nichts dafür, dass er glotzt. Ist ja auch nicht schlimm, er vergisst es, wie er so vieles vergisst. Es ist nicht so, dass gleich ein drohender Seitensprung bevorsteht.

Der Supermarkt ist der Glotz-Hotspot

Die Sauna oder das Schwimmbad sind dabei nicht die Top-Glotzpunkte, sondern der Supermarkt. Danach folgen Bars und Diskotheken. Also geht ab jetzt zusammen shoppen  und ruhig entspannt und getrennt in die Sauna. Da wagt er es deutlich weniger, weil es ihm auch oftmals peinlich wäre. Hier ist es aber so, dass Frauen es deutlicher vermuten und sich schneller belästigt fühlen.

Glotzen Frauen auch?

Übrigens: Ja, Frau glotzt auch, aber wegen deutlich weniger Testosteron nur ca. 20 Minuten am Tag, also ein halbes Jahr ihres Lebens.

Warum fühlen sich Frauen durch Glotzen belästigt?

Viele Frauen sind zwischen zwei Extremen hin und her gerissen, sie sind entweder (die häufigere Variation) ihren Körper und ihre Schönheit betreffend sehr unsicher und fühlen sich negativ belästigt. Sie sind der Meinung, dass etwas an ihnen nicht gut und schön genug ist, was dazu führt, dass man sie anstarrt. Viele Frauen sind sehr unzufrieden mit sich selbst und fühlen sich damit noch bestätigt in ihrer extremen Selbst-Fehleinschätzung.

Einige Frauen fühlen sich aber auch belästigt, weil sie schlechte Erfahrungen gesammelt haben. Hierbei geht es um sexualisierte Gewalt (ugs. Missbrauch) und die empfundene Reaktion auf die sexualisierte Werbewelt. Frau wird immer mehr gezwungen, alles zu können, Idealfigur mit wunderbaren perfekten Brüsten zu haben und einer unvorstellbaren Perfektion nachzueifern, die vielleicht 5-10 % der Frauen entspricht. Dazu noch bitte makellos schön, von Natur aus retuschiert, perfekt gestylt sowie modisch angezogen. Damit sind wir bei 0,0 % aller Frauen angekommen. Frau sollte am besten niemals sie selbst sein, sondern das perfekte Ideal-Model, das nachbearbeitet wurde.

Was prasselt auf Frauen ein?

  • Frau ist nie schlank genug, wie ihr das jedes Modelabel erklärt. Viele Geschäfte haben nichts an Kleidung für Frauen mit Konfektionsgröße 42 und darüber. Dabei hatte Marylin Monroe Größe 42 – und ca. 60% aller Frauen in Deutschland und 75% aller deutschen Männer sind übergewichtig. Die Industrie scheint das nicht zu bemerken.
  • Frau ist nie schön genug, denn Makeup führt dazu, dass sie sich ca. 2 kg Giftstoffe durch Kosmetika in die Haut schmiert – jedes Jahr.
  • Frauen müssen Job, Kinder, Mann, Haushalt und Souveränität in allen Lebenslagen können.
  • Immer mehr müssen Frauen leitende Jobs wie Vorstandsposten annehmen, sind aber gar nicht so profilneurotisch wie Männer. Sie können diese Jobs besser, sind aber klug genug, sich nicht so vorzudrängen wie Männer.
  • Sexuelle Avancen kommen viel zu früh, zudem die fehlende richtige Aufklärung. Das führt zu einer großen sexuellen Unsicherheit.
  • Kindliche Prägungen, die absolut falsch sind, belasten jeden von uns zudem ganz massiv.

Es ginge hier noch ewig weiter. Man kann auch sagen, dass Frau niemals schön, klug und perfekt genug ist. Falls doch, dann wird sie so massiv belästigt, dass es eine ebenso große Belastung ist. Oftmals ist beides in gewissem Maße vorhanden.

Wie geht man als Partnerin eines solchen Mannes damit um?

Wichtig ist es, dass jede Frau ihren Wert kennenlernt. Wir alle dürfen glotzen – Männer wie Frauen. Warum sollten wir auch nicht? Wer etwas schön findet, sich interessiert, der schaut einfach auch hin. Das ist keinerlei Missachtung des Partners. Es sind die Gene und es ist die Aufmerksamkeit, die ganz natürlich ist. Aber es belastet uns und das ist wichtig: Es darf uns nicht belasten. Wir brauchen uns nicht zerstören zu lassen. Wir müssen nicht noch immer mehr ertragen und aushalten.

Das Thema ist Eifersucht!

Wir sind eifersüchtig, wenn uns das glotzen so sehr stört. Dieses Gefühl der Eifersucht hängt damit zusammen, dass wir uns nicht kennen, nicht lieben und nicht einmal mögen. Daher glauben wir, es muss etwas falsch an uns sein. Wir sind der Meinung, dass alle anderen Menschen attraktiver sind als wir. Selbst dann, wenn wir ein wunderbares Gesicht, einen schönen Körper und / oder viele anderen Qualitäten besitzen, so sind wir nicht perfekt. Das glauben wir jedoch, sein zu müssen. Wir hecheln noch immer mehr Idealen hinterher, quälen uns selbst und werden so von allen Seiten unter Druck gesetzt, verletzen uns immer mehr automatisch und werden depressiv. Nun ist es durch die Depression soweit, dass wir nichts mehr verändern können und wollen, weil wir nicht mehr glauben, es sei möglich.

Dann wird es gefährlich.
Spätestens dann wird es Zeit, dass wir uns Hilfe holen. Wir können sicherlich an Gewicht verlieren und auch an unsserem Körper arbeiten. Das aber ist hier nicht der entscheidende Punkt. Eine Mischung aus Hypnose-Coaching, Psychologischer Beratung und angepassten Stressbewältigungsmethoden und Entspannungstechniken macht aus uns schnell einen Menschen, der sich selbst annehmen, mögen und schließlich lieben lernt. Ein solcher Mensch ist nicht mehr leicht zu verletzen und darf auch selbst einmal einfach so ohne Hintergedanken oder schlechtes Gewissen hinschauen, wenn man einen Menschen schön und sympathisch findet. Ebenso stört es dann auch nicht, wenn der Partner einmal hinsieht. So beginnt ein schönes Leben – ein sehr entspanntes.

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